Etappe: Göschenen─Gadmen

PostAuto-Fahrt Göschenen, Bahnhof–Färnigen (16 Min.) Wanderung Färnigen─Gadmen: 5 Std. 45 Min., 18 km Vom Militär argwöhnisch beachtet, vom Tourismus erschlossen.

FamilienGruppenKultur und GenussPässe und Berge Wandern und Natur

Nach der PostAuto-Fahrt durchs verkehrsreiche Reusstal und wildromantische Meiental, vorbei an der früheren Festung der Meienschanze, folgt man ab Färnigen zu Fuss der Meienreuss. Auf dem historischen Saumpfad erklimmt die ViaPostaAlpina den Sustenpass. Während das Postauto an der nördlichen Talflanke auf der Panorama-Strasse der 1940er Jahre fährt, folgt der Wanderer dem alten Saumweg im Tal. Als Belohnung für den letzten und steilen Anstieg von der Alp Susten auf die Passhöhe findet der Reisende reiche Spuren der alten Wege. Es ist auf dem Herzstück der 1811er Strasse unterwegs. Herausragende Merkmale sind die vielen Trockenmauern, steinernen Querabschläge (Entwässerungsrinnen) und Tombini (Wasserdurchlässe). Der Höhepunkt bildet der gute erhaltene Damm mit trocken geschichteten Mauern bis zu zwei Metern Höhe

Mit etwas Glück kann man Gämsen und Steinböcke erspähen. Auch Schnee- und Birkhuhnpopulationen sind hier zuhause. Beim Abstieg eröffnet sich der weite Blick auf den Steisee und durchquert eine alpine Rundhöcker-Moorlandschaft. Die Moore liegen auf Terrassen, in Senken und Tälchen zwischen den vom einstigen Gletschereis glattgeschliffenen Rundhöckern. Bergbäche verbinden die Moore mit kleinen Seen. Nach dem Bergsteigerzentrum des Steingletschers folgt der Weg dem Wyssmadhubel entlang dem Steiwasser zu. Nach dem Feldmooshubel wechselt die Landschaft und das liebeliche Tal von Gadmen öffnet sich.