Forschungsprojekt von PostAuto und der ETH Lausanne zur Mobilität der Zukunft

Die PostAuto Schweiz AG denkt weiter und stellt sich den aktuellen und künftigen Herausforderungen der Mobilität. In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Verkehrsforschung der ETH Lausanne (EPFL) startete das Unternehmen 2009 ein umfangreiches Forschungsprojekt zur kombinierten Mobilität und zum öffentlichen Verkehr. Im Rahmen dieses vom Innovationsfonds der Schweizerischen Post finanzierten Projekts wurden zwischen 2009 und 2012 vier Studien veröffentlicht. Aus den Ergebnissen geht einerseits hervor, dass PostAuto insbesondere in den Agglomerationen eine wichtige Rolle in der Transportkette spielt. Die Verkehrsanbindung in Richtung der urbanen Zentren entspricht denn auch einem echten Kundenbedürfnis. Damit bestätigt sich die Strategie von PostAuto, das Angebot in diesen Zentren weiter auszubauen. Andererseits umfasste das Projekt eine Analyse der Kundenbedürfnisse, dank der PostAuto neue Angebote für die Mobilität der Zukunft entwickeln konnte.

Höhere Kurskadenz zieht mehr Fahrgäste an

Welchen Einfluss hat die Taktdichte auf die Fahrgastzahlen in den Agglomerationen und deren Einzugsgebieten, die PostAuto bedient? Um diese Frage zu beantworten haben die Forscher des Transportzentrums der EPFL die Daten des automatischen Fahrgastzählsystems von 147 PostAuto-Linien der drei Regionen Wallis, Ostschweiz und Nordschweiz der letzten vier Jahre (2007–2010) ausgewertet. Die Ergebnisse sind eindeutig: Eine Kadenzerhöhung der PostAuto-Kurse führt automatisch zu mehr Passagieren.

Wie erwartet, besteht zudem Fahrgastpotenzial beim Angebotsausbau der PostAuto-Linien in der Umgebung von Ballungszentren, bei Zubringerlinien zum Schienennetz, bei touristischen Linien – sofern diese an das Fernverkehrsnetz angeschlossen sind – oder auch bei sehr gut frequentierten Linien, deren Fahrkadenz abends erhöht werden könnte.

Die abschliessende Studie lieferte PostAuto wichtige Erkenntnisse über die Auswirkungen seiner Entwicklungsstrategie und über die Faktoren, die die Nachfrage beeinflussen. Vor allem aber enthält sie Tipps für die weitere Verbesserung der Angebotsplanung. So können Handlungsansätze erarbeitet werden, damit die Besteller – die Kantone und der Bund – sowie die Städte und Gemeinden die lokalen Kundenpotenziale für den ÖV und die kombinierte Mobilität abschätzen und gezielt nutzen können. Damit kann der ÖV und die kombinierte Mobilität im Sinne von Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft gezielt weiterentwickelt werden.

Der wissenschaftliche Bericht der EPFL kann vollständig in deutscher Sprache heruntergeladen werden (  Rapport EPFL 2013 (PDF, 4 MB)). Ausserdem liegen eine Zusammenfassung der Resultate (  Factsheet EPFL 2013 (PDF, 246 KB)) aus Sicht von PostAuto sowie eine  Medienmitteilung vor.